Ich habe keineswegs versucht, von mir induktiv auf andere zu schließen. Ich verweigerte und verweigere mich lediglich Deiner plakativen Formulierung "Jegliche Versuche, die Befähigung der Menschen zur sinnvollen Nutzung des gegenwärtig vorherrschenden Mediums Fernsehen zu verbessern, sind gescheitert.".

Ohne auf Deine Ausführungen im Einzelnen eingehen zu wollen (ich bezweifle, dass uns das weiterführen würde), denke ich, dass der überwiegende Teil des Problems, welches Du schilderst, ein allgemeines Problem ist, welches in der Natur der vierten, medialen Gewalt liegt. Ein ständiges Reflektieren darüber ist ohne Frage zu begrüßen.

Anstatt jedoch zu einer allgemeinen Debatte aufzurufen, die mit Sicherheit die Arbeit der Kommission in ihrer gesamten Breite aufhalten würde, würde ich Dein Anliegen eher in Vorschlägen zu konkreten Handlungsempfehlungen der PG Medienkompetenz verpacken: Etwa der Aufforderung zur Förderung von Software-Projekten, die in transparenter Weise den Menschen helfen der gewaltigen Informationsflut Herr zu werden. Wie so etwas aussehen könnte, hatte sich David Gelernter einmal überlegt, der Dir sicher ein Begriff ist. (Die Lektüre dieses FAZ-Artikels kann ich wirklich empfehlen!)

Falls wir uns also an dieser Stelle einig sein sollten, würde ich einen entsprechenden separaten Vorschlag stark unterstützen. :)